Werdegang: |
|||
| Domäne | eukaryonten | ![]() |
LUDViK CEJP, Bildhauer, Designer |
| Reich | Animalia (Tiere) | ||
| Unterreich | Metazoa (Vielzeller) | ||
| Stamm | Chordata (Chordatiere) | ||
| Unterstamm | Vertebrata (Wirbeltiere) | ||
| Klasse | mammalia (Säugetiere) | ||
| Ordnung | primates (Primaten) | ||
| Unterordnung | haplorhini (Trockennasenaffen)darauf bin ich besonders stolz! | ||
| Familie | hominidae (Menschenaffen) | ||
| Gattung | Menschen | ||
nach dem Abitur 1982 zu keinem Studium zugelassen, da nach der Personalbeurteilung zum Studium nicht geeignet, wegen nichtmarxistischer Weltanschauung (die Personalbeurteilung war in der damaligen komunistischen Tschechoslowakei ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Studiumanmeldung)
Der Zugang zum Campus wurde mir nicht ganz verwehrt : als Straßenkehrer war ich für das Fegen des Hofes der Brünner Universität zuständig
später ein Karieresprung in die Hauptstadt Prag als Heizanlagenbediener der dortigen Studentenwohnheime. Schon damals wurde mir bewust, welche verantwortungsvolle Aufgabe mir Zuteil wurde. Denn ohne mein Zutun hätte die höhere Bildung des Arbeiter- und Bauernstaates ungewaschen daher kommen müssen oder ganz zum Einfrieren kommen können
1987 Nachdem ich in dem Arbeiter- und so weiter-staat alles erreichte, was ich erreichen konnte, wende ich mich neuen Zielen zu : Abschied nehmen vom Sozialismus. Unvergeslich die tschechuischen Grenzbeamten, die mich bei diesem Schritt mit Anteilnahme begleiteten und mir diese Augenblicke erleichterten.
Auswanderung nach Italien nach Rom. Nicht weil sich da drer Sitz des Papstes befindet, sondern auch der Wohnsitz meiner Frau. Keine Angst - keine Scheinheirat
nach Aufenthalten in Rom und dann in der Schweiz seit 1988 sesshaft in Hannover
1990 - 1994 in Hildesheim Design studiert
die verschiedenen Kulturkreise haben Spuren und Schrammen hinterlassen und Furchen geschlagen, sowie in der Arbeit als auch im Charakter ( möglicherweise auch in der Gehirnrinde)
seit 1995 als Künstler und Designer selbständig.Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit sind EXPERIMENTELLE KINETISCHE OBJEKTE: Es sind eine Art Portraits der menschlichen Technik, die in Form von gewöhnlichen (Gebrauchs)Gegenständen wie Uhren, Kalender Modell gestanden haben. Daraus entstehen skurrile, spektakuläre mechanische und funktionsfähige Objekte und Statuen größerer Ausmaße. zwischen 1,5 bis 3 m.
Die Technik wird nicht als eine rationelle, logisch und wissenschaftliche Angelegenheit dargestellt, sondern als eine irrationale Ureigenschaft des Menschen, die er in sich trägt, unabhängig davon, ob er ihr positiv oder ablehnend gegenübersteht.
Zu diesen komischen "Machinostatuen" gesellen sich oft in dem selben Objekt FIGURATIVE (HOLZ)SKULPTUREN. Die Figuren sind eigenständige Statuen, die von der Mechanik des kinetischen Objekts nicht "belästigt" werden, sondern höchstens berührt.
Warum eigentlich diese irreale Koexistenz von kinetischem Objekt und einer Statue?
Beide Themen scheinen doch nichts Gemeinsames zu haben. Doch - sie teilen sich den selben Aufbewahrungsbehälter - den Kopf des Künstlers (es ist ganz natürlich, anatomisch bedingt und ästhetisch wohl auch die beste Lösung, dass man für alle Themen nur einen Kopf hat). Genauso selbstverständlich teilen sich zwei Themen einen Platz in einem Artefakt.
Im übrigen sind sie doch miteinander "verwandt": Die kinetischen Objekte sind eine künstlerische Verkörperung der menschlichen mechanistischen Denkweise (z.B. das Kausalprinzip ist eine Mechanik). Die Statuen sind wiederum Abbildungen des Menschen, von dem die Denkweise stammt.
Dass der abgebildete Mensch vorwiegend weiblich ist, hängt wohl damit zusammen, dass ich als Man die Frau als Modell interessanter finde.
Wollen Sie es trotzdem wissen?





